Man denkt an Hitzschlag, frisches Wasser, Schatten. Oft vergisst man, was den Boden zuerst berührt: die Pfotenballen. Mitten im Sommer kann schon das blosse Überqueren eines Parkplatzes die Pfoten eines Hundes verbrennen, ohne dass du es im Moment merkst. Hier erfährst du, wie du den Boden in fünf Sekunden testest, eine Verbrennung erkennst, die viele übersehen, und Pfotenballen pflegst, die vom Asphalt gelitten haben.
Das Wichtigste in 30 Sekunden
- Asphalt bei 60 Grad kann die Pfotenballen in wenigen Dutzend Sekunden verbrennen.
- Der Fünf-Sekunden-Test mit dem Handrücken zeigt dir, ob der Boden begehbar ist.
- Lecken der Pfoten, Hinken und gerötete Pfotenballen sind die Warnsignale.
- Spüle mit frischem Wasser, verhindere das Lecken und geh zur Tierärztin bei Blasen oder offener Wunde.
- Ein Reparaturbalsam hält die Pfotenballen geschmeidig, auch zur Vorbeugung.
Pfotenballen des Hundes und Hitze: der Fünf-Sekunden-Test
Die Geste dauert nur wenige Sekunden und ändert alles. Bevor du bei Hitze spazieren gehst, lege den Handrücken flach auf den Asphalt und zähle bis fünf. Hältst du die Dauer nicht aus oder wird die Hitze richtig unangenehm, ist der Boden zu heiss für die Pfoten deines Hundes. Der Handrücken ist empfindlicher als die Handfläche und gibt ein Gefühl wieder, das dem der Pfotenballen entspricht.
Der Unterschied zwischen Luft- und Bodentemperatur überrascht immer wieder. An einem Tag mit 28 Grad kann sonnenbeschienener Asphalt über 50 Grad steigen und bei voller Hitze über 60 Grad erreichen. Dunkler Teer speichert die Wärme und gibt sie langsam ab, sodass ein Trottoir am frühen Abend noch brennt, während die Luft schon abgekühlt ist.
Was ist Pfotenballen?
Ein Hund bleibt nicht immer stehen, wenn es heiss wird. Manche laufen weiter, um dir zu folgen, andere stehen an einer Ampel oder vor einem Schaufenster still, mit den Pfoten auf dem brennenden Teer. Genau in diesen alltäglichen Situationen entsteht oft die Verbrennung.
Eine Verbrennung der Pfotenballen erkennen
Das Problem bei den Pfotenballen: Der Hund sagt im Moment nichts. Der Schmerz stellt sich oft erst nach dem Spaziergang ein, zu Hause. Deshalb ist es wichtig, die Signale zu kennen.
- Hartnäckiges Lecken der Pfoten. Der Hund leckt oder knabbert wiederholt an den Pfotenballen, manchmal nur an einer Pfote. So lindert er eine Stelle, die ihn stört.
- Hinken oder vorsichtiger Gang. Er setzt die Pfote zögerlich auf, humpelt leicht oder verweigert das Laufen auf bestimmten Oberflächen ganz.
- Pfotenballen, die anders aussehen. Schau sie dir genau an: Rötung, dunklerer Ton als sonst, glatter Ballen wo er rau war. In stärkeren Fällen siehst du Blasen, sich schälende oder abgelöste Haut oder sogar eine offene Stelle.
Was man oft übersieht
Viele Halterinnen und Halter schreiben das Lecken einer blossen Gewohnheit zu oder das Hinken der Müdigkeit nach dem Spaziergang. Nimm dir den Reflex, die Pfote umzudrehen und jeden Pfotenballen zu prüfen, sobald dein Hund nach einem sommerlichen Ausgang an seinen Pfoten herummacht. Eine früh erkannte Verbrennung heilt viel besser als eine bereits fortgeschrittene Wunde.
Geschädigte Pfotenballen pflegen
Bei einer Verbrennung der Pfotenballen zählen die ersten Handgriffe. Sie senken die Gewebetemperatur und begrenzen die Verschlimmerung.
Die richtigen Reflexe bei verbrannten Pfotenballen
Mit frischem Wasser spülen
Halte die Pfote oder Pfoten mehrere Minuten unter frisches, nie eiskaltes Wasser. Das beruhigt und lässt die im Gewebe gespeicherte Hitze abklingen.
Das Lecken verhindern
Lecken hält die Reizung aufrecht und verzögert die Heilung. Lenke den Hund ab und schütze die Stelle bei Bedarf, bis sie sich beruhigt.
Balsam auf gesunde oder wenig geschädigte Pfotenballen auftragen
Bei einer einfachen Rötung oder etwas trockener Haut nährt und schützt ein natürlicher Reparaturbalsam die Zone, während sie sich erholt.
Bei Blasen oder offener Wunde zur Tierärztin
Blasen, offene Haut, Blutung oder anhaltendes Hinken: ab zur Tierärztin. Eine tiefe Verbrennung infiziert sich leicht und braucht die passende Behandlung.
Für die Erholungsphase eines wenig geschädigten Pfotenballens wie für die tägliche Pflege nutzen wir einen Reparaturstick mit 100 % natürlicher Formel. Sheabutter und Kokosöl nähren die Hornhaut, Bienenwachs bildet eine Schutzbarriere. Das Stick-Format bleibt sauber und ist schnell aufgetragen, ohne dass du die Finger voller Balsam hast.


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Unser Stick für Nase und Pfotenballen, zur Erholungspflege auf einer wenig geschädigten Zone wie zur Vorbeugung vor dem Sommer.
Der Balsam ersetzt die Tierärztin nicht
Ein Balsam eignet sich für gesunde, trockene oder leicht gereizte Pfotenballen. Er hat nichts auf einer schweren Verbrennung, einer geplatzten Blase oder einer offenen Wunde verloren, wo er den Verlauf verdecken oder eine Infektion einschliessen könnte. In diesen Fällen kann nur eine Tierärztin die Tiefe der Läsion beurteilen und die richtige Pflege verordnen.
Den ganzen Sommer vorbeugen
Die beste Pflege bleibt die, die du gar nicht brauchst. Ein paar Anpassungen im Alltag genügen, um die Pfoten deines Hundes in den heissen Monaten zu schonen.
Wähle den richtigen Zeitpunkt. Geh früh morgens und am späten Abend raus, wenn der Boden Zeit zum Abkühlen hatte. In den heissesten Stunden reduziere die Spaziergänge auf ein Minimum. Dieser Reflex schützt die Pfotenballen und begrenzt auch den Hitzschlag, an den das Tierärzteteam von VCA erinnert[1], dass er sich schnell einstellt und das Leben des Hundes gefährdet.
Wähle den richtigen Untergrund. Bevorzuge Gras, Waldwege und Erdpfade, die deutlich kühler sind als Teer oder Sand in der prallen Sonne. Derselbe Weg kann erträglich werden, wenn du der Wiese entlanggehst statt über den Parkplatz abzukürzen.
Halte die Pfotenballen geschmeidig. Eine gut hydrierte Hornhaut widersteht Belastungen besser und reisst weniger. Ab und zu einen Reparaturbalsam auftragen, noch bevor ein Problem entsteht, hält die Pfotenballen geschmeidig und bereit für raue Oberflächen wie für Hitze. Das ist ein Vorbeugungsgestus, der das ganze Jahr lohnt, vom Streusalz im Winter bis zum brennenden Asphalt im Sommer.
Für den Sommer gehören diese Reflexe in eine breitere Frische-Routine. Unsere Tipps, um einen Hund im Sommer abzukühlen ergänzen den Pfotenschutz mit einfachen Ideen, die dem ganzen Organismus helfen, die Hitze auszuhalten.
L'avis de Priscilla Montangon
Infirmière urgentiste
Eine klassische Falle ist das Auto. Selbst bei angekippten Fenstern steigt die Kabine in wenigen Minuten auf tödliche Temperaturen, und der Parkplatzboden heizt die Pfoten beim Aussteigen noch zusätzlich auf. Der TCS erinnert daran[2], dass ein Hund bei Hitze nie allein im Auto bleiben darf. Im Urlaub nimm eine kleine Wasserflasche mit, um bei Bedarf eine Pfote abzuspülen, und den Reparaturstick im Sack: Das hilft nach einem langen Marsch über Steine genauso wie nach einer schlecht geplanten Asphaltquerung.
Kurz gesagt
Die Pfotenballen nehmen die Bodenhitze vor dem restlichen Körper auf. Der Fünf-Sekunden-Test sagt dir sofort, ob der Asphalt begehbar ist, Gras und Erdwege bieten eine kühle Alternative, und die Kontrolle der Pfoten nach dem Spaziergang lässt eine Verbrennung früh erkennen. Bei einem geschädigten Pfotenballen spüle mit frischem Wasser, verhindere das Lecken, unterstütze die Erholung mit einem Balsam auf wenig betroffenen Zonen und geh zur Tierärztin, sobald Blasen oder eine offene Wunde auftreten. Um deinen Hund in allen Aspekten vor Hitze zu schützen, bündelt unser Guide zur Hitzewelle und dem Schutz des Hundes vor Hitze alle guten Sommerreflexe.


